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Nov 11

Krankenversicherungen in Deutschland

In Deutschland erstattet die Krankenversicherung die Kosten für ärztliche Behandlungen und die Mutterschaft. Oft zahlt die jeweilige Krankenkasse auch nach Unfällen. Hier muss allerdings geklärt werden, ob es sich um einen Arbeitsunfall handelt oder nicht. Es gibt in Deutschland zwei Arten der Krankenversicherung, nämlich die private und die gesetzliche Krankenversicherung.

Gesetzliche Krankenversicherung

Bei der gesetzlichen Krankenversicherung zahlen alle den gleichen, staatlich vorgegebenen Beitragssatz. Dieser entspricht 15,5 Prozent des Bruttolohns, wovon der Arbeitgeber 7,3 Prozent übernimmt. Arbeitslose, Rentner, Studierende, Beschäftigte unter einer gewissen Einkommensgrenze und Familienangehörige von Versicherungspflichtigen sind Versicherungspflichtig. Beschäftigte über der Jahreseinkommensgrenze können sich freiwillig bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichern. Wenn zuvor keine Mitgliedschaft bei einer gesetzlichen Krankenkasse bestanden hat, können sich Asylanten, Sozialhilfeempfänger, Beamte und Selbstständige nicht in der gesetzlichen Krankenkasse versichern.

Private Krankenversicherung

Bei der privaten Krankenversicherung können sich Selbstständige, Freiberufler, Beamte und Beschäftigte über der Jahreseinkommensgrenze versichern. Um die Jahreseinkommensgrenze zu überschreiten muss man ein jährliches Bruttogehalt von 49500€ erhalten. Es zahlt jeder einen individuellen Beitrag. Dieser errechnet sich aus Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand bei Vertragsabschluss. Sollte sich der Gesundheitszustand ändern bleibt der Beitrag trotzdem gleich. Beim Alter sieht es jedoch anders aus. Je älter man wird desto höher werden die Beiträge. Durch die höhere Lebenserwartung und anderen gesundheitlichen Aspekten, wie den Mutterschaftsurlaub, zahlen Frauen meistens einen höheren Beitrag als Männer. Einen guten Vergleich von privaten Krankenversicherungen findet man unter: http://www.pkv-vergleich.net/.

Vor- und Nachteile der privaten und gesetzlichen Krankenversicherung

Die größten Vorteile der gesetzlichen Krankenversicherung sind die sicherere Grundversorgung und die kostenlose Mitversicherung von Familienangehörigen. Allerdings muss man auch Extrazahlungen tätigen, nämlich die Praxisgebühr, das Tagegeld für Krankenhausaufenthalte, die Mitbeteiligung an vielen Medikamenten und den eventuellen Zusatzbeitrag. Diese Extrazahlungen gibt es bei der privaten Krankenversicherung nicht. Trotzdem hat man Anspruch auf viel mehr Leistungen als bei der gesetzlichen Krakenversicherung. Deshalb lohnt es sich bei einem höheren Einkommen zu einer privaten Krankenversicherung zu wechseln.

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